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TU Berlin

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Fakultät II trauert um Professor Wolfgang Sandner

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Die Fakultät II  trauert um den Laserphysiker Prof. Dr. Wolfgang Sandner. Er starb am Samstag, 5. Dezember, völlig unerwartet im Alter von 66 Jahren. Professor Sandner war bis 2013 Professor am Institut für Optik und Atomare Physik und gleichzeitig Direktor des Max-Born-Institut für Nichtlineare Optik und Kurzzeitspektroskopie (MBI).

Wolfgang Sandner studierte Physik an der Universität Freiburg, wo er 1979 auch promovierte. Nach Professuren an den Universitäten Würzburg, Freiburg und Knoxville (Tennessee) wurde er 1994 Professor an der Technischen Universität Berlin. Prof. Sandner machte bahnbrechende Experimente zum quantenmechanischen 3-Körper-Coulomb-Problem in hochangeregten Atomen und untersuchte Systeme in starken Laserfeldern. Außerdem beschäftigte er sich mit der Konstruktion von UV- und Röntgenlasern, die ultrakurze Pulse von hoher Intensität liefern. An der TU Berlin war er Mitbegründer des „Berlin Laboratory for innovative X-ray Technologies" (BLiX) und hat sich höchst engagiert in die Lehre eingebracht. 

Um die europäische Laserphysik voranzutreiben engagierte er sich von 2003 bis 2013 als Koordinator im Netzwerk Laserlab Europe, in dem die 30 größten Laserforschungseinrichtungen zusammengeschlossen sind. Von 2010 bis 2012 war Sandner Präsident der Deutschen Physikalischen Gesellschaft. Seit 2013 trieb Sandner als Generaldirektor der ELI-Delivery Consortium International Association den Aufbau der Extreme Light Infrastructure (ELI) voran. 

Wir verlieren mit Wolfgang Sandner einen außerordentlichen Wissenschaftler und hochgeschätzten Kollegen. Unser Mitgefühl gilt in diesen schweren Tagen seiner Familie!

Wir trauern um Dr. Heinz-Detlef Kronfeldt

Priv.-Doz. Dr.-Ing. Heinz-Detlef Kronfeldt
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Dr. Heinz-Detlef Kronfeldt ist im Oktober 2015 nach langer Krankheit verstorben. Er promovierte 1979, habilitierte 1989 an der TU Berlin, organisierte hier das Physikalische Grundpraktikum und leitete die AG Laserspektroskopie bis zu seiner Pensionierung Ende 2013.

Das Praktikum, bis 1982 in den Räumen des Optischen Instituts beheimatet, vergrößerte seine Kapazitäten, als die Räume des Physik-Neubaus hinzukamen. Es wurden bis zu 600 Studierende je Semester betreut, denen über 300 Experimente aus 50 physikalischen Themenkreisen für ein selbstbestimmtes Lernen zur Verfügung standen. Dr. Kronfeldt war stets darauf bedacht, die erforderlichen technischen Einrichtungen auf dem neuesten Stand zu halten. Im Jahre 1997 erschien das unterstützende Lehrbuch „Das Neue Physikalische Grundpraktikum“, basierend auf einem innovativen, interaktiven Konzept. Im Jahre 2015 arbeitete er, in Zusammenarbeit mit Prof. Sahm und Prof. Eichler, an der aktualisierten 3. Ausgabe.

In seiner Forschungsgruppe zur hochauflösenden Laserspektroskopie entstanden zahlreiche atomphysikalische Arbeiten zur Hyperfeinstruktur und zur Isotopieverschiebung schwerer Elemente. Anwendungsorientierte Themen eröffneten immer neue, interessante Fragestellungen, die es gleichzeitig ermöglichten, weitere spektroskopische Techniken zu etablieren, z. B. die Differenzfrequenzerzeugung ins IR zur Spurengasanalytik in der Atmosphäre oder die oberflächenverstärkte Ramanspektroskopie zum Nachweis von Kohlenwasserstoffen im Meerwasser. Mit SERS-Untersuchungen der Meeresverschmutzung in der Ostsee, im Atlantik und im Bosporus, bei mehrwöchigen Fahrten auf Forschungsschiffen, baute er auf diesem Gebiet ein weltweit nachgefragtes Know-how auf. Öffentlich viel beachtet, setzte er die Laserspektroskopie auch zur Qualitätsbestimmung von Fleisch ein.

Mehrere Jahre fungierte Dr. Kronfeldt als Geschäftsführer der Physikalischen Gesellschaft zu Berlin. Er fehlt damit nicht nur der Arbeitsgruppe, den Kollegen des Praktikums und dem Institut für Optik und Atomare Physik. Sein Optimismus und seine präzise Effizienz machten ihn zu einem besonders angenehmen Kollegen, der eine große Lücke hinterlässt.

 

 

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